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Allgemeines
:
Die Werbung
oder Reklame verspricht die beste Kamera mit top Ausstattung zum
kleinsten Preis. Was als Schnäppchen bei den Discounter angepriesen
wird entpuppt sich nachträglich oft als flop. Damit Sie solche
unangenehmen Überraschungen nicht erleben müssen, sollten
Sie diesen Artikel lesen oder das Fachwissen eines Spezialisten
einholen.
Wir erklären Ihnen hier technische Fachbegriffe und was diese
für konzequenzen haben können. Wir versuchen die technische
Materie so einfach wie möglich und trotzdem verständlich
zu erklären.
Fotoapparate kann
man ganz allgemein in zwei Gruppen einteilen:
Spiegelreflexkameras
und in Sucherkameras.
Als Spiegelreflexkamera bezeichnet man in der Photografie eine Kamera,
die im Gegensatz zur Sucherkamera zur Betrachtung des Motivs das Objekt
mittels eines Spiegels vorher auf eine Mattscheibe im Kameragerhäuse
umlenkt. Beide Prinzipien haben sich nun in die Welt der Digitalkameras
übertragen. Wer bereit ist, bis zu 1.000 Fr. oder mehr für eine
hochwertige Digitalkamera auszugeben, der wird sich fragen, für welches
der beiden Prinzipien er sich wohl entscheiden sollte.
Spiegelreflexkamera
SLR-Digitalkamera
(digitale Spiegelreflexkamera)
Zunächst zum Funktionsprinzip der SLR-Digitalkamera: Im Gehäuse
findet man bei einer SLR-Digitalkamera einen klappbaren Spiegel
(Rückschwingspiegel) und ein sogenanntes Pentaprisma, das über
der Mattscheibe sitzt und als Sucher dient. Vor und nach der Aufnahme
wird das Bild über den Spiegel auf die Mattscheibe projiziert
und kann über das Pentaprisma seitenrichtig und aufrecht betrachtet
werden. Erst im Moment der Aufnahme wird der Spiegel hoch- oder
zur Seite geklappt (Das ergibt das typische Verschlussgeräusch
einer SLR-Digitalkamera!), so dass er sich nicht mehr im Weg zur
Filmebene befindet und der Film belichtet werden kann, wenn der
Verschluss ausgelöst wird. Der Verschluss muß ein Schlitzverschluss
sein, der direkt vor der Filmebene liegt.
Der größte
Vorteil einer SLR-Digitalkamera besteht darin, grundsätzlich
eine Vielzahl von Wechselobjektiven - z.B. Weitwinkel- und Teleobjektive
- an einem Gehäuse einsetzen zu können. Anders als bei
der Sucher-Digitalkamera können bei Makroaufnahmen keine Parallaxenfehler
auftreten; denn der Fotograf betrachtet das aufzunehmende Motiv
direkt durch das Objektiv.
Dies erfolgt während und nach der Aufnahme, da die Einstellparameter
des Objektivs für Messung und Belichtung immer gleich bleiben.
So können Entfernung, Schärfentiefe und Belichtung vollständig
ermittelt werden, u.a. auch deshalb, weil die Mattscheibe stets
eine exakte Kopie des Bildes erhält. Wegen
ihres hohen Preises werden digitale digitale Spiegelreflexkameras
i.d.R. von Berufsfotografen verwendet.
Sucherkameras
Die Sucher-Digitalkamera - auch Kompakt-Digitalkamera genannt -
ist zwar in aller Regel im Preis günstiger, weist jedoch einige
prinzipielle Nachteile gegenüber der SLR-Digitalkamera auf.
Die Übereinstimmung zwischen Sucherbild und dem tatsächlich
aufgenommenen Ausschnitt ist nicht optimal, denn es entsteht besonders
im Nahbereich die bereits o.g. eine Paralaxe. Hinzu kommt, dass
im Sucher eine Kontrolle der Schärfentiefe nicht möglich
ist. Ein Gegenstand unmittelbar vor dem Objektiv - z.B. der Trageriemen
der Digitalkamera - fällt im Sucherbild nicht auf. Der Einsatz
von Wechselobjektiven ist nur bei ganz wenigen professionellen Modellen
möglich und bringt dabei nur selten den gewünschen Erfolg.
Allerdings weist
die Sucher-Digitalkamera auch einige Vorteile gegenüber
der SLR-Digitalkamera auf. So gilt auch in der digitalen Welt,
dass Sucherkameras grundsätzlich deutlich leichter und kleiner
als Spiegelreflexkameras ausfallen. Da kein Spiegel vor der Aufnahme
umklappen muss, laufen Aufnahmen schneller und wesentlich geräuschärmer
ab. Das Sucherbild erscheint immer gleich hell, da sich der Lichteinfall
nicht in Abhängigkeit vom verwendeten Objektiv ändert.
Fazit
Für Sucher-Digitalkameras findet man am Markt eindeutig die
grösste Auswahl. entsprechend günstig sind die Preise.
Wem das Standard-Zoomobjektiv ausreicht, der bekommt mit einer Sucher-Digitalkamera
bei einem etwa 10% günstigeren Kaufpreis mit 8 Mio Pixel nochmals
eine um 30 % höhere Auflösung. Die Frage Sucher- oder
SLR-Digitalkamera wird sich somit meist an der Entscheidung für
oder gegen Wechselobjektive orientieren. Wenn bereits aus der analogen
Welt kompatible Wechselobjektive vorhanden sind, spricht sehr viel
für die Anschaffung einer entsprechenden SLR-Digitalkamera.
Auflösung
der Digitalkamera
:
Wer sich für
eine Digitalkamera interessiert neigt häufig dazu, dem Feature
Auflösung die größte Aufmerksamkeit zu schenken.
Dies kann, muss aber nicht immer ein Maßstab für die
Schärfe und Farbwiedergabe der Bilder einer Digitalkamera sein
- wie Sie beim Lesen dieser Seite feststellen werden (siehe z.B.auch
Farbtiefe).
Üblicherweise wird die Auflösung einer Digitalkamera in
Megapixel (Millionen Pixel) max. Auflösung angegeben Ein Pixel
ist die kleinste digitale Bildinformation. Je mehr Pixel auf ein
CCD (siehe Kapitel Sensor) passen, desto feiner und schärfer
kann das Bild der Digitalkamera werden und desto größere
Ausdrucke können in hoher Qualität erstellt werden. Für
Ausdrucke in normaler Fotogröße (und Qualität),
z.B.: 10 x 15 cm genügt der Digitalkamera eine Auflösung
von 2 Megapixeln. Bei einer hochwertigen Digitalkamera sind 4 Megapixel
und mehr Standard. Spricht man von der effektiven Anzahl Pixel,
so sind das die Bildpunkte, die tatsächlich für Fotoaufnahmen
der Digitalkamera zur Verfügung stehen. Das CCD selbst kann
durchaus größer sein und mehr Bildpunkte enthalten. Diese
werden jedoch dann für Anzeigen (Text,Datum), Funktionen oder
als Ausgleichsbereich für den Biildstabilisator verwendet.
Deshalb findet man auch mitunter die zusätzlichen Angaben "brutto"
und "netto" für die Auflösung einer Digitalkamera.
Interpolation:
Tauchen in einer Produktbeschreibung unterschiedliche Auflösungen
auf oder Sie finden das Wort <Interpolation> , dann ist vorsicht
geboten. Keine Kamera kann physikalisch mehr Pixel aufzeichnen als
der Sensortyp hergeben kann. Die fehlenden Pixel zu den tatsächlichen
Bildpunkten zuzurechnen (interpolieren) ist Unsinn.Diese methode
führt nicht zu bessen Bildern, sondern vielmehr zu Unschärfe
oder Farbfehler.
Effektive
Auflösung:
Die effektive Auflösung ist das Mass, was eine Kamera optisch
darstellen kann. Wichtig !!
Sensorauflösung:
Die Sensorauflösung berücksichtigt auch die Bildpunkte
welche Licht- und Farbwerte messen, aber nicht für die Bildaufzeichnung
benötigt werden.
Bildauflösung:
Die Bildauflösung gibt an, welche Auflösung Sie zusätzlich
durch Software-Interpolation direkt in der Kamera erreichen können.
Dies natürlich nur auf Kosten der Bildqualität.
Zusammenhang
Bildauflösung und Abzug/Vergrösserung :
| Anz.Pixel |
9x13
cm |
10x15
cm |
13x18
cm |
20x30
cm |
A4 |
| kleiner
0.8 Mil.Pixel |
nein |
nein |
nein |
nein |
nein |
| 1024x768
(0.8 MP) |
einbusse |
nein |
nein |
nein |
nein |
| 1280x1024
(1.3 MP) |
gut |
einbusse |
nein |
nein |
nein |
| 1600x1200
(2.0 MP) |
gut |
gut |
einbusse |
nein |
nein |
| 2048x1536
(3.2 MP) |
gut |
gut |
gut |
einbusse |
nein |
| 2272x1920
(4.0 MP) |
gut |
gut |
gut |
gut |
einbusse |
| über
4 Mil.Pixel |
gut |
gut |
gut |
gut |
gut |
.Kaufentscheidung:
> Beim vergleichen von
technischen Daten ist die effektive Pixelanzahl massgebend.
>
Vorsicht bei der Angabe -Interpolation-
>
Richten Sie Ihren Massstab auf die kleinste Auflösung.

Sensortyp
:
Die Sensorauflösung
ist wichtig für die Qualität des Bildes. Je höher
dieser Wert ausfällt, desto mehr Elemente stehen zur Registrierung
der Farbe und Motivdetails zur Verfügung.
Grundsätzlich werden zwei Sensortypen in Digitalkameras eingesetzt.
CCD (Change Coupled Devices) oder CMOS (Complementary Metal Oxide
Semiconductor)
CCD-Sensor:
Das CCD (Charge
Coupled Device) ist das Herzstück einer Digitalkamera. Was
bei einer analogen Kamera der Film ist, ist bei der Digitalkamera
das CCD. Es besteht aus vielen kleinen, meist quadratischen lichtempfindlichen
Zellen (CCD-Sensoren), die rasterartig nebeneinander liegen. Das
CCD nimmt das vom Objektiv empfangene Licht elektronisch auf. Je
kleiner die Zellen (Sensoren) sind, desto höher ist die Auflösung
des CCD und damit auch die möglich Bildaulösung. Allerdings
ist bei einem hochauflösenden CCD auch der Herstellungsprozess
teurer, was sich ganz erheblich auf den Verkaufspreis der Digitalkamera
auswirkt.
CMOS-Sensor:
Der CMOS-Sensor arbeitet mit Farbfilter. Grundsätzlich gibt
es bei CMOS grosse Qualitätsunterschiede. Günstige CMOS
in billig Kameras macht sich dies durch deutlich schlechtere Lichtempfindlichkeit
bemerkbar. Bei profikameras ab ca. Fr. 1500.- ist dieser Nachteil
aufgehoben .
Kaufentscheidung:
>
Kaufen Sie eine Kamera unter Fr. 1500.- immer mit einem CCD-Chip

Bildqualität
:
Bei einer Digitalkamera
bestimmen neben der Pixelanzahl noch einige andere Faktoren die
Qualität einer Aufnahme. Auch wenn solche Informationen in
der Regel bei Werbeunterlagen zu kurz kommen, wollen wir Faktoren
wie Objektiv, Brennweite, Blende und Farbtiefe usw. aufzählen.
Objektiv:
Die erste Wahl für gute Bildqualität einer Digitalkamera
ist das Objektiv. Sony setzt hier im hochwertigen Digitalkamera-Segment
auf Objektive von Carl Zeiss, Panasonic z:B. auf das Leica Dicomar
Objektiv. Ein gutes Digitalkamera Objektiv schafft die Voraussetzung
für exzellente Farbwiedergabe und deutlich herausgearbeitete
Feinheiten. Darüber hinaus reduziert ein gutes Objektiv Reflexionen
und liefert so ein absolut unverzerrtes Bild. Beim Digitalkamera
Objektiv sollten Sie darauf achten, dass Filter oder Vorsatzlinsen
anschraubbar sind, diese Funktion ist bei jeder hochwertigen Digitalkamera
vorhanden, leider fehlt diese Eigenschaft bei den billien "Plastikmodellen".
Brennweite:
Ein Begriff, auf den man bei der Beschreibung einer Digitalkamera
immer wieder trifft. Die Brennweite bezeichnet den Abstand zwischen
der Mitte des Linsensystems und dem Film (bei analogen Kameras)
bzw. CCD-Sensor (bei der Digitalkamera). Der Bildeindruck, den die
Normalbrennweite erzeugt, entspricht in etwa dem des menschlichen
Auges. Bei analogen Kameras beträgt sie 50 mm, bei Digitalkameras
mit 1/3-Zoll-CCD beispielsweise ca. 7 mm. Mit dem optischen Zoom
wird die Brennweite verändert und damit der Bildausschnitt
vergrössert oder verkleinert.
Blende
- Belichtungsmessung:
Mit der Blende, die ein Teil des Objektives ist, wird die Menge
des einfallenden Lichts gesteuert. Die Einstellung wirkt sich so
auf Bildhelligkeit und Schärfentiefe aus.In der Regel ist eine
Digitalkamera mit einer Irisblende ausgestattet, die entweder stufenlos
oder nach festen Blendenwerten verstellt werden kann. Die Belichtungsmessung
erfolgt meist automatisch per Fotodiode (=Sensor) an der Digitalkamera.
Als Belichtungsmesser dient ein digitales ESP (Electro-Selective
Pattern). Damit wird mittels selektiver Mehrfeldmessung wird auch
bei schwierigen Lichtverhältnissen eine optimale Belichtung
erzielt. Als AE (Automatik Exposure) wird die Belichtungsautomatik
bezeichnet, die die Blende automatisch auf den aus der automatischen
Belichtungsmessung gewonnenen Wert einstellt. Gute Digitalkameras
lassen eine Belichtungskorrektur zu. So kann bewusst durch manuelle
Steuerung von der Belichtungsautomatik abgewichen werden und gewollte
Unter- oder Überbelichtung erzeugt werden.
Farbtiefe:
Die Farbtiefe definiert die maximale Anzahl von Farben, die eine
Digitalkamera erfassen kann. Technisch wird damit schlicht die Anzahl
der unterschiedlichen Helligkeitsstufen (=Tonwerte) bezeichnet,
die die Sensoren eines CCD unterscheiden können. Je größer
der Wert der Farbtiefe, desto naturgetreuer wird die Detailzeichnung
in allen Tonwertbereichen.Eine Echtfarbdarstellung (True Color)
kann mit einer Farbtiefe ab 8 Bits pro Grundfarbe, d. h. einer 24
Bit-Farbtiefe erreicht werden. Für die Berechnung eines Pixels
stehen in diesem Fall 256 Bits zur Verfügung. Bei einem RGB-Signal
wird dieser Wert mit dem Faktor 3 multipliziert, so dass insgesamt
256 x 256 x 256 Farben = 16.777.216 Farben dargestellt werden können.
24 Bit ist der Minimalwert einer hochwertigen Digitalkamera.
Zoom-Funktion:
Die Zoomfunktion dient bei der Digitalkamera der Bildausschnittswahl
von Nah- und Fernmotiven. Beim optischen Zoom werden Gummilinsen
gegeneinander verschoben und so die Anfangsbrennweite multipliziert.
Mit dem Digital-Zoom lässt sich die zur Verfügung stehende
optische Brennweite elektronisch auf das bis zu 4-fache erweitern.
Dabei rechnen ständig bessere Interpolations-Algorithmen aus
den Pixelpositionen neue Bildinformationen mit vergrößertem
Bild aus. Allerdings läßt die Bildqualität bei digitalem
Zoom schon erheblich nach, desshalb sollten Sie bei Digitalkameras
einzig auf das optische Zoom achten. Ein 3-facher optischer Zoom
ist der übliche Wert und entspricht etwa einer Brennweite von
35 bis 105 mm einer analogen Kleinbild-Kamera. Kameras die über
einen 10-fach optischen Zoom verfügen, haben eine Brennweite
von 38 bis 380 mm.
Kaufentscheidung:
>
Achten Sie auf ein gutes und stabiles Objektiv
>
Die Angabe zur Brennweite wird durch die Zoomfunktion verändert
>
Eine Belichtungsautomatik steuert Blende und Belichtungsmesser optimal
>
Achten Sie auf die minimale Farbtiefe von 24-Bit
>
Nur das optische Zoom ist für eine gute Bildqualität massgebend

Focus
:
Der Focus ist
für die Scharfeinstellung die Grundvoraussetzung damit ein
gutes Bild entsteht. Leider wird dem Thema Focus zu wenig Beachtung
geschenkt. Wenn überhaupt wird der Focus nur in technischen
Datenblätter erwähnt, wobei die Art des Focus die Handhabung
und flexibilität der Kamera stark beeinflusst.
Fixfokus:
Der Schärfepunkt und die Blende sind fest miteinander eingestellt,
das heisst, das Foto wird nur in einem vorgegebenen Entfernungsbereich
scharf dargestellt. Auf diese Kamera ist Ihnen abzuraten, da der
Schärfebereich sehr eingeschränkt ist und Sie den Bildabstand
nicht beliebig verändern können.
Autofokus:
Der
Autofocus stellt das Bild automatisch Scharf. Grundsätzlich
werden zwei Methoden zur Scharfstellung angewendet.
a) Aktiver Autofocus:
Es wird dabei ein Lichtstrahl - meistens Infrarot oder bei Sonarfocus
auch Ultraschallwellen- ausgesendet. Ein Sender-Empfänger-Modul
ermittelt die Distanz zwischen Objekt und der Kamera. Innerhalb
dieser Reichweite des Lichtstrahls stellt der Autofocus das Bild
scharf. Bei durchsichtigen Hindernissen wie Fensterscheiben wird
der aktive Autofocus dies erkennen und auf das Hinderniss anstatt
auf das Fotomotiv scharf einstellen.
b) Passiver Autofocus:
Hier wird die Schärfeerkennung des CCD-Chip ausgenutzt. Dabei
wird im Bildausschnitt nach Kontrast- oder Farbunterschieden gesucht.
Die Scharfeinstellung auf dem Sensor ist genauer und exakter als
die Lichtstrahlmessung. Hochwertige Kameras haben einen passiven
Autofocus oder sogar eine Kombination aus Aktiv-Passiv-Autofocus.
Manueller
Focus:
Hier muss die Scharfeinstellung durch den Benutzer vorgenommen werden.
Durch manuelles verschieben von Linsenkombinationen und Betrachtung
im Sucher wird die Entscheidung der Bildschärfe durch den Fotografen
selbstbestimmt. Es ist oft von Vorteil, wenn der Focus selbst auf
das Motiv ausgerichtet werden kann, und eventuelle fehlerhafte Einstellungen
des Autofocus umgangen werden kann.
Kaufentscheidung:
>
Vermeiden Sie die Anschaffung wenn ein Fixfokus vorhanden ist
>
Eine hochwertige Kamera verfügt über eine kombination Aktiv-Passiv-Autofocus
>
Fotografen mit höherem Anspruch oder Profis brauchen zusätzlich
einen manuellen Focus

Ausstattung
:
Damit eine Kamera
den bestmöglichen Nutzen erbringt sind zahlreiche Zusatz-Ausstattungen
notwenig. So ist ein wichtiges Argument für den Kauf einer
Kamera der Bildspeicher, Akkutyp, Blitz, Schnittstellen usw. als
Anforderung entscheidend.
Akkus:
Da Alkali- oder gar spezielle Fotobatterien auf Dauer recht teuer
werden empfiehlt sich die Verwendung wiederaufladbarer Akkus für
Ihre Digitalkamera. Achten Sie darauf, dass im Lieferumfang der
Digitalkamera ein Ladegerät für die Akkus enthalten ist.
Sonst übernimmt nämlich Ihre Digitalkamera die Funktion
des Ladegerätes und solange sie lädt, können Sie
nicht fotographieren. Nickel-Cadmium-Akkus sind zwischenzeitlich
aus Umweltschutzgründen nicht mehr erlaubt. Ideal für
die Digitalkamera sind stattdessen Ni-MH-Akkus (Nickel-Metall-Hybride)
im AA-Batterieformat (=Mignon). Vorteil: Sollten Sie doch mal mit
leeren Akkus dastehen, können Sie Ihre Digitalkamera immer
noch mit nicht wiederaufladbaren Batterien bestücken. Lithium-Ionen-Akkus
sind heute Standard und haben eine besonders hohe Energiedichte.
Allerdings sind sie meist auf das Format der jeweiligen Digitalkamera
zugeschnitten. Hier ist ein zweiter Satz Akkus wichtig, damit Sie
nicht wegen leerer Akkus Ihre Digitalkamera wieder wegstecken müssen.
Blitzgerät
- Blitzleitzahl - Blitzsynchronisation:
Das Blitzgerät erzeugt in Sekundenbruchteilen eine große
Lichtmenge. Bei geringem Umgebungslicht soll damit das Motiv zeitgleich
mit der Belichtung (Verschlussöffnung) der Digitalkamera beleuchtet
werden. Hochwertige Blitzgeräte arbeiten mit Gasentladungsröhren.
Microprozessorgesteuerte Biltzgeräte (Digitalblitz oder Computerblitz)
können ihre Beleuchtungsintensität mit einem auf das Motiv
gerichteten Sensor messen und die Intensität (Blitzleitzahl)
automatisch auf den optimalen Wert einstellen. .Die Blitzleitzahl
stellt einen Wert für die maximale Lichtabgabe eines Blitzgerätes
dar, und nimmt dabei Bezug auf eine Filmempfindlichkeit von ISO
100.
In die Digitalkamera integrierte Miniatur-Blitzgeräte haben
eine Blitzleizahl von 10 - 20, Kompaktblitzgeräte 20
40, und die bei Berufsfotografen eingesetzten Stabblitzgeräte
weisen eine Leitzahl von 45 60 auf. Die Blitzsynchronisation
ist ein Feature, das die Öffnung des Verschlusses der Digitalkamera
mit der Leuchtzeit des Blitzgerätes synchronisiert. Idealerweise
ist es möglich, die Blitzdauer exakt auf die Zeit zwischen
Verschlussanfang und Verschlussende zu einzustellen. Um bei Personenaufnahmen
den "Rote-Augen-Effekt" zu vermeiden wird ein Vorblitz
eingesetzt. Über diese Funktion verfügen heute praktisch
alle hochwertigen Digitalkameras.
Bildspeicher
und Zwischenspeicher:
Billig Kameras haben meisstens nur einen internen Bildspeicher (meisst
8 MB) . Ob eine Speicherkarte als externer Zusatzspeicher im Lieferumfang
enthalten ist zu prüfen. Ohne Speicherkarte keine Übertragung
für eine spätere Bildbearbeitung.
Der Zwischenspeicher wird in der Regel bei digitalen Spiegelreflexkameras
verwendet. Er wird auch als Bufferspeicher für grosse Bilder
verwendet bevor die Bilder auf die langsamere Speicherkarte übertragen
wird.
Speichermedien:
Zum Speichern der Bilddateien dienen im Bereich Digitalkamera die
sogenannten Speicherkarten. Am häufigsten trifft man auf Compact-Flash-Cards,
die heute die Smart-Media-Cards im Prinzip abgelöst haben..
Sony setzt auf die Eigenentwicklung Memory Stick, dessen Bedeutung
allerdings eher rückläufig ist. Daneben setzt sich auch
die SD-Card (SecureDigital-Card) als Nachfolger der in Jahre gekommenen
MultiMedia-Card immer stärker durch. Als neuestes Speicherkarten-Format
beginnt sich schließlich die xD-Picture-Card zu etablieren,
allerdings zunächst nur bei den Digitalkamera-Modellen der
xD-Entwickler Olympus und Fujifilm.
Bildstabilisator:
Jede moderne Digitalkamera ist mit einem Stabilisator ausgestattet.
Dieser dient dazu, unvermeidliche Wackelbewegungen bei einer freihändigen
Aufnahme ohne Stativ auszugleichen. Dieser sogenannte Bildstabilisator
kann als elektronischer oder als optischer Stabilisator ausgeführt
sein. Beim optischen Stabilisator geschieht der Ausgleich durch
Magnetfelder oder schwimmende Linsen, die den Bewegungen der Digitalkamera
sensorgesteuert entgegenlaufen. Im Bereich Digitalfoto setzt sich
jedoch mehr und mehr der elektronische Bildstabilisator durch. Dabei
wird ein CCD mit großer Pixeldichte dazu genutzt, den Bildausschnitt
festzuzurren und ihn in dafür vorgesehene Randbereiche des
CCD zu verlagern. Der Ausgleich der Wackelbewegungen der Digitalkamera
geschieht dann letztlich microprozessorgesteuert.
PC-Vernetzung:
Digitalkameras sind einfach über USB oder Bluetooth (Standard
für kabellose Verbindung) an den PC anschließbar. Sony
hat zur Verbindung von Digitalkamera zu PC die i.Link-Schnittstelle
entwickelt. Die Nachberarbeitung der Bilder kann dann am PC erfolgen,
z.B. mit dem Programm Photoshop.
Bei der USB-Schnittstelle achten Sie bitte auf die Versionsangabe
2.0 welche eine viel schnellere Datenübertragung erlaubt. Hinweis:
2.0-Kompatibel ist nur eine Werbegag, es muss unbedingt der 2.0-Standard
sein.
Video-Funktion:
Fast jede Digitalkamera kann auch kurze digitale Videos aufzeichnen.
als Formate werden AVI, MPEG oder QuickTime verwendet. Die Auflösung
ist allerdings bescheiden, die Bildfrequenz ist meist zu niedrig
(15 bis 20 Bilder je Sekunde sollten es mindestens sein), Verwacklungsschutz
fehlt und die Fokusierung kommt meist nicht mit. Hinzu kommt, dass
die meisten Digitalkameras schon nach kurzer Zeit abbrechen, selbst
wenn der Speicher noch nicht voll ist. So ist dieses Feature eher
als "Nice-to-have" zu bezeichnen und weniger eine sinnvolle
funktionale Ergänzung für eine Digitalkamera.
Kaufentscheidung:
>
Die Speicherkapazität von externem Speicher sollte mindestens 32 MB
betragen
>
Ein interner Speicher oder Zwischenspeicher ist für grosse Bilder
und Videoaufnahmen
>
Nachtaufnahmen oder Partybilder erfordern oft einen Zusatzblitz
>
Jeder Akkutyp hat Vor- und Nachteile die nach Ihren Bedürfnissen gewählt
sein müssen
>
Achten Sie auf USB-2.0-Schnittstelle

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