| Plasma-Bildschirm |
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Was Sie über
Plasma-Bildschirme wissen müssen :
Allgemeines:
Die Plasmatechnologie hat sich in den letzten Jahren dank moderner
Fertigungsmöglichkeiten zu einem vollwertigen Fernsehstandard entwickelt.
Die Absatzzahlen wachsen und die Anschaffungspreise fallen.
Technik :
Ein Plasma Display besteht aus zwei Glasscheiben, zwischen denen sich
Tausende von kleinen Kammern befinden. Für jeden Bildpunkt (Pixel) drei
Kammern, jeweils für Rot, Grün und Blau. Ein Display mit einer nativen
Auflösung von 1024x758 Pixeln beinhaltet z.B. rund 2,3 Millionen (!) Kammern.
In den Kammern befinden sich jeweils Elektroden, Gas (Neon, Xenon) und
kleine Phosphorschichten. Wird die Elektrode einer Kammer elektrisch angesteuert,
verwandelt sch das Gas in Plasma. Dies wiederum erzeugt UV Licht, das
letztendlich die Phosphorschicht in der entsprechenden Farbe (rot/grün/blau)
zum Leuchten anregt, wir sehen eine Farbe auf dem Bildschirm.
Bildverarbeitung:
Die Signale wie z.B.
von einem TV Tuner, sind bei vielen Modellen aus dem Gerät ausgelagert.
Über ein Anschlusskabel wird das Display an eine externe "MediaBox" angeschlossen.
Bei manchen Modelle gibt es alternativ zur Mediabox auch die Möglichkeit
Steckmodule mit Videoeingängen direkt in das Plasma einzusetzen.
Bildgrösse:
Plasma TVs
sind nur für überdurchschnittliche Bilddiagonalen ausgelegt.
Drei Größen sind gängig (Diagonale): 42 Zoll, 52 Zoll und 60 Zoll.
Eingänge:
Standardeingänge
sind bei modernen Modellen: Composite, SVideo, RGB und VGA. Dazu kommen
oft YUV Eingänge für Progressive (480p) oder HDTV (720p) Wiedergabe.
Die neusten Modelle verfügen bereits über einen Digitalen DVI Eingang.
Einbrenngefahr:
Plasma TVs
reagieren sehr empfindlich auf sich nicht bewegende Bildinhalte (z.B.
Fernsehlogos). Sind sie zu lange ohne Unterbrechung auf dem Schirm, können
sie sich in das Bild "einbrennen", das heißt, sie sind stets als Schatten
im Bild zu erkennen. .
Man sollte generell darauf achten, dass man keine Standbilder zu lange
auf dem Schirm lässt. Besonders im PC Betrieb geschieht dies schnell.
Lebensdauer:
Plasma-Bildschirme
haben eine ähnliche Lebenserwartung wie herkömmliche Fernsehgeräte:
Bei beiden Technologien nimmt die Bildhelligkeit mit wachsender Betriebstundenzahl
kontinuierlich ab. Die Hersteller geben hier an, dass ein Gerät nach durchschnittlich
20.000 Stunden die Hälfte seiner Helligkeit verloren hat. Bei einem durchschnittlichen
Gebrauch von fünf Stunden / Tag entspräche dies 11 Jahren.
Stromverbrauch:
Plasma Displays sind echte Stromfresser. Je nach Modell verbrauchen
sie im Betrieb zwischen 300W und 500W.
Magnetische Einflüsse:
Plasma Displays lassen sich nicht von magnetischen Feldern stören.
In einer Heimkinoanlage zeigt sich dies als besonderes praktisch, da die
Front und Center Lautsprecher in unmittelbarer Nähe zum Display aufgebaut
werden können, ohne extra abgeschirmt zu sein.
Bildauflösung
(Pixel):
Günstige Modelle sind auf den amerikanischen Markt optimiert und bieten
eine Auflösung von ca. 820x480. Diese Auflösung ist zu gering für unseren
PAL Standard, man verliert in der Vertikalen rund 100 Zeilen.Teurere Geräte
haben bereits Auflösungen, die weit über der des PAL-Standards liegen.
Mit einer Auflösung von z.B. 1280x768 sind sie sogar bereits HDTV kompatibel.
Generell gilt: je mehr Auflösung desto besser.
Farbdarstellung:
PlasmaDisplay erzeugt verschiedene Helligkeitsabstufungen in Farben
durch schnelles An- und Ausschalten der Farbpixel. Durch die Trägheit
des Auges nehmen wir diesen extrem schnellen "Stroboskop-Effekt" als verschiedene
Helligkeiten wahr, je nach Geschwindigkeit.
Hieraus ergeben sich leichte Einschränkungen von Plasma-Displays. Feine
Helligkeitsunterschiede werden oft nicht perfekt wiedergegeben.
Gerade bei dunklen Farbtönen, wo die An/Aus Frequenz der Pixel sehr niedrig
(langsam) ist, bekommt das Display Probleme, die Farbe 100%ig akkurat
darzustellen. Oft ergibt sich ein leichter Rot oder Grünstich. Auch werden
manche, sehr leicht differenzierte Farbtöne einfach zu einem Farbton zusammengefasst.
Farbübergänge wirken dadurch etwas abgestuft.
All diese beschriebene Probleme sind jedoch von Modell zu Modell unterschiedlich.
Generell sind Plasma Displays durchaus in der Lage kräftige, lichtstarke
Farben darzustellen. Die mögliche Farbintensität ist vorbildlich.
Flimmern:
Röhrengeräte regen die Phosphorpixel nacheinander durch einen Elektronstrahl
an. Zeitgleich wird immer nur ein Pixel angesteuert. Dadurch ergibt sich
ein gewisser Flimmereffekt.
Plasmadisplays steuern sämtliche Pixel gleichzeitig an, dadurch ist praktisch
kein Flimmern für das menschliche Auge auszumachen.
Helligkeit:
Die Helligkeit ist ausgesprochen hoch und auf einem Niveau mit Röhrengeräten.
Einem Einsatz bei vollem Tageslicht steht nichts im Wege.
Kontrast:
Die Kontrastangaben der Hersteller sind meist wenig aussagekräftig.
Gute Geräte erreichen im Durchschnitt einen Kontrast zwischen 700:1 und
1500:1.
Zusammenfassung:
Die Vorteile der
Plasma-Bildschirme:
a) Große Bilddiagonalen, Viele Eingänge, HDTV Unterstützung
b) Schmale Abmessungen, Großer Betrachtungswinkel, keine magnetischen
Einflüsse
c) Gute Auflösung , Perfekte Bildgeometrie, kräftige Farben, kein Flimmern
Die
Nachteile der Plasma-Bildschirme sind :
a) Hohe Preise, Hoher Stromverbrauch, Einbrenngefahr
b) Teilweise
störende Lüftergeräusche
c) Leichte Farbreduktion,
Kontrast nicht so hoch wie bei Röhre, kein perfektes Schwarz
Auszüge
von : E.Schmitt www.Cine4Home.de
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