TFT-LCD Bildschirm/Monitor

Was Sie über TFT/LCD wissen müssen:

Allgemeines:
Die neuesten Zahlen zeigen, dass bei der Anschaffung immer mehr die Technologie der Flachbildschirme (TFT-LCD) gekauft werden. Zwischen Monitor und Bildschirm wird der Einsatzzweck verschmelzen und der PC wird in Zukunft an einem Bildschirm angeschlossen.

Technik :
Das Bild eines TFT-Gerätes setzt sich aus einzelnen Bildpunkten (dpi) oder Pixel zusammen. Jedes Pixel besteht wiederum aus drei Subpixeln, wobei jedes die Grundfarbe Rot-Grün-Blau darstellt. Erst in der Mischung wird die Farbe des Pixel erzeugt.
Die Subpixel bestehen aus Flüssigkristallen, einem Transitor (elektr. Schalter) und einem Farbfilter. Je nach Spannung des Transistors verändert der Flüssigkristall seine Lage und es kann unterschiedlich viel Licht durch den Farbfilter dringen. Als Lichtquelle wird eine Leutstoffröhre eingesetzt. Das Licht wird über eine Folie gleichmässig auf dem Display verteilt. Ein leutender Punkt erscheint dort, wo die Kristalle das Licht durchlassen. Alle Leuchtpunkte zusammen ergeben das Bild auf dem Schirm.
Wenn man sich vorstellt, dass ein 17 Zoll-Bildschirm eine Auflösung von 1280x1024 Punkte aufweist, ergeben sich mehr als 1.3 Millionen Pixel bzw ca 4 Millionen Subpixel zum ansteuern.

Begriffe :
Die Abkürzung TFT oder LCD werden grundsätzlich für das gleiche Gerät benutzt. TFT bezeichnet Transistoren für Thin-Film-Transistor ( Dünnschicht-Transistor ) und LCD steht für Liquid-Crystal-Display (Flüssigkristall-Display) .

Flüssigkristalle :
Zur Herstellung werden unterschiedliche Flüssigkristalle verwendet. Die Moleküle der Flüssigkristalle sind für die Veränderung der Spannung des Transsistors verantwortlich. Dieses verhalten ist entscheidend für die Helligkeit, Kontrast und Reaktionszeit des Gerätes. Anhand der technischen Daten können Sie bereits erkennen, welche Leistungsfähigkeit das Gerät erzeugen kann.

Reaktionszeit :
Die Qualität des Gerätes hängt stark von der Reaktionszeit der Transistoren ab. Die Reaktionszeit bestimmt, wie schnell ein Pixel die Farbe wechseln kann. Die Reaktionszeit wird in Millisekunden angegeben und sollte für die Darstellung von bewegten Bilder unter 20 ms liegen. Ein Röhrenbildschirm hat ca. 3-4 ms. Gute LCD-Geräte liegen bei 8 ms oder noch weniger.
Verschiedene Hersteller geben oft zwei Werte für das Ein- und Ausschalten der Transistoren an. Beide Werte zusammen ergeben dann den vergleichbaren Wert der Reaktionszeit.

Helligkeit :
Die Helligkeit wird in cd/m2 ( Candela pro Quadratmeter) angegeben. Ein Candela enspricht der Leuchtkraft von einer Kerze in einem Raum mit schwarzem Hintergrund. Für ein gutes Gerät sollten mindestens 250 cd/m2 erreicht werden.

Kontrast :
Mit Kontrast wird das Leuchtverhältnis zwischen den schwarzen und den weissen Pixeln angegeben. Bei der Definition der schwarzen Pixel gibt es oft Differenzen, da in der Regel ein sattes Schwarz nicht erzeugt werden kann und die Vergleichszahl mit mehr oder weniger dunklen Grautönen erfolgt. Der Kontrastwert sollte nicht überbewertet werden, doch sollte er mindestens 300:1 erreichen.

Betrachtungswinkel :
Der Betraachtungswinkel gibt an, aus welcher Position die daten auf dem Schirm noch sichtbar sind. In der Regel werden zwei Werte für horizontal und vertikal angegeben. Der Betrachtungswinkel liegt für die heutigen Geräte zwischen 140 bis 170°. Bei einem grossen Winkel können mehrere Personen gleichzeitig Daten auf dem Schirm betrachten.

Schnittstelle :
Soll das Gerät an einem Cumputer angeschlossen werden, so muss eine Verbindung zur Grafikkarte bestehen. Als Standard wird der analoge D-Sub-Stecker heute noch verwendet. Die moderne digitale DVI-Schnittstelle mit den Bezeichnungen DVI-D (digitale Daten) und DVI-A ( analoge Daten) sowie DVI-I (analoge und digitale Daten) setzt sich immer mehr durch.
Digitale Verbindungen müssen die Bilddaten nicht zusätzlich in analoge Signale umwandeln. Datenverlust wird vermieden und die Bildqualität nicht gemindert.
Achten Sie beim Kauf unbedingt auf das Zusammenspiel zwischen Bildschirm und Grafikkarte.

Pivot-Funktion :
Darunter versteht man das Drehen des Bildschirm um 90°. Auf diese Weise kann eine A4-Seite im Hochformat vollständig dargestellt werden. Gleichzeitig rechnet eine Software die Bilddaten in das neue Format um. Die Pivot-Funktion bringt vor allem beim vielschreiben grosse Vorteile die aber den Bildschirm auch verteuert.

Zertifikate :
Grundsätzlich ist ein Flachbildschirm weniger Gesundheitsschädlich als ein Röhrengerät. TFT-LCD-geräte haben praktische keine elektromagnetische Strahlung.
TCO 99:
Dieser Standard zeichnet Mindestanforderungen im Bereich Ergonomie, Energie, Strahlung aus. Geräte mit dieser Auszeichnung sind auf Helligkeit,Kontrast und Stromverbrauch getestet.
ISO 13406-2:
Diese Norm prüft neben den ergonomischen Richtlinien auch die Fehlertoleranz der Pixel. Pro Schirm dürfen 2 Pixel und 3 Subpixel fehlerhaft sein, wobei fehlerhaft auf das immer leuchten oder garnicht leuchten bezogen ist.

Garantieleistung :
Die Herstellergarantie ist vor allem für den beruflichen Einsatz ein wichtiges Kaufkriterium. Mit einer Vor-Ort-Garantie (On-Site-Garantie) wird das Gerät während der Garantiezeit bei Ihnen Zuhause repariert oder ausgetauscht. Mit einer Bring-In-Garantie müssen Sie das Gerät selbst zum Händler oder Hersteller transportieren. Grundsätzlich ist die Garantiezeit zwischen einem und drei Jahren.

Schlussbemerkung:
Für die Anschaffung eines TFT-LCD Bildschirm oder Monitor steht heute nichts im Wege. Die Hersteller werden sicher weitere Funktionen einbauen, eine Multimedia-Kombination ist nicht zu erwarten. Die Preise werden in Zukunft sicher noch fallen, nicht zuletzt desshalb werden die zahlreichen Anbieter von verschiedenen Modellen weiter dezimiert.