| Projektoren
Beamer |
 |
Was
Sie über Projektoren wissen müssen :
Allgemeines:
Als Fernseher-Ersatz kann ein Projektor generell nicht angesehen werden,
da der erforderliche Aufwand nur zum täglichen Betrachten der Nachrichten
oder Serien viel zu hoch ist. Aber für den abendlichen Film-Genuss oder für
Sportereignisse bietet der Heimprojektor eine Faszination, wie sie sonst nur
im Kino zu erleben ist.
Projektor-Typen:
Zusammenfassend stellen wir Ihnen die aktuellen Projektortypen vor.
| Typ |
Technik |
Bildqualität |
Vorteile |
Nachteile |
| Röhren |
Ähnlich
dem Fernsehbild
3 Bildröhren erzeugen das Farbbild
|
Natürliches
Bild
Abhängig von Bildgrösse und Bildhelligkeit |
Lange
Lebensdauer
Gute Ausleutung
Natürliches Bild |
Fester
Leinwand-abstand
Installationskosten
Geräte etwas klobig |
| LCD |
Arbeitet
wie Diaprojektor
Panelen mit Flüssigkeitszellen |
Abhäng
von der Auflösung und den Bildpunkten |
Handhabung
einfach
Zoomeinstellung
Portabel |
Häufige
Pixelfehler
Ausleutungsfläche
Geringe Lebensdauer
Ventilatorgeräusch |
| DLP |
Chip
mit tausenden kleinen Spiegel mit Kippvorgang |
hoch
und hell
Pixelscharf |
vergleichbar
mit LCD
und hohe Bildqualität |
hoher
Preis |
| D-ILA |
Panel
und LCD mit reflektiver Durchleuchtung |
sehr
hohe Auflösung
bis 2048x1536 |
sehr
gutes Bild
hohe Auflösung und
Pixelschärfe |
Ventilatorgeräusch
Brennweite grosser Leinwandabstand
geringe Lebensdauer
hohe Betriebskosten |
Übertragungssignal:
Es ist ein hochwertiges Übertragungssignal notwendig, um eine qualitativ
möglichst gute Bildübertragung und Bildqualität zu gewährleisten. Folgende
Signale bieten sich bei der Heimkinoprojektion an:
a) S-Video-Signale:
S-Video (oder Y/C) trennt die Bildinformationen in separate Helligkeits-
("Y") und Farbanteilssignale (Chroma, "C").
b)
RGB-Signale:
RGB trennt die Bildinformationen auf in die drei Grundfarben Rot, Grün
und Blau. Jeder Farbe steht die gleiche Signalbandbreite zur Verfügung.
c) YUV-Signale:
YUV trennt die Bildinformation in drei Signale: Helligkeitssignal (Y),
Blaues Farbdifferenzsignal (Cb) und rotes Farbdifferenzsignal (Cr).
d)
DVI-Signale:
Ein neuer Standard, der im Heimkinobereich bisher nur wenig Beachtung
findet, ist der digitale DVI Standard. Hier werden die Bildsignale nicht
mehr analog wie bei oben beschriebenen Verfahren übertragen, sondern digital.
Dem Bildausgabegerät werden direkt die Farbwerte für jeden einzelnen Bildpunkt
(Pixel) mitgeteilt. Es entsteht keinerlei Qualitätsverlust, wie er bei
ausnahmslos jedem analogen Übertragungsverfahren unvermeidbar ist.
Eingänge:
Bei der Auswahl eines Projektors sollte darauf geachtet werden, dass
möglichst viele Signale unterstützt werden, um die Kompatibilität mit
vorhandenen oder auch zukünftigen Heimkinokomponenten zu gewährleisten.
Gute Projektoren unterstützt mindestens S-Video und RGB Signale, neue
Modelle auch YUV. Des weiteren sollte das Gerät eine möglichst große Anzahl
an separaten Eingangsbuchsen bieten, um späteres Umstecken beim Anschluss
von mehreren Geräten zu verhindern. Dies ist besonders bei einer Deckenmontage
sehr lästig. Für RGB sollten eine Sub D Buche oder separate BNC Buchsen
vorhanden sein, für YUV BNC oder Cinch Eingänge und für S-Video ein Hosiden-Eingang.
Auflösung:
Für die Schärfe und Detailtreue des projizierten Bildes ist vor allem
die Auflösung des verwendeten Projektors entscheidend. Grundsätzlich gilt:
Je höher die Auflösung, desto besser die Detailtreue des projizierten
Bildes. Die Auflösung ist bei jedem Projektor in den technischen Daten
angegeben.
a) VGA (640x480
Bildpunkte)
Die Standard
VGA-Auflösung ist lediglich für die Wiedergabe von NTSC Standard (amerikanische
Norm) ausreichend. PAL (Europa) verfügt über eine höhere vertikale Auflösung
und liegr bei 625 Zeilen.. Damit sind Projektoren mit einer maximalen
VGA Auflösung hierzulande nicht empfehlenswert.
b)
SVGA (800x600 Bildpunkte)
Die SVGA Auflösung
liegt bereits sowohl über dem NTSC als auch PAL Standard. Für normale
4:3 Bildprojektion ist sie daher geeignet. SVGA Projektoren sind für die
Heimkinoprojektion insgesamt gut geeignet und durch ihre akzeptablen Preise
weit verbreitet.
c)
XGA (1024x768 Bildpunkte)
Projektoren
der gehobenen Preisklasse bieten bereits XGA Auflösung, die für die Heimkinoprojektion
optimal geeignet ist. Auch die höhere Auflösung von DVDs mit anamorphem
16:9 Bild kann ausgenutzt werden, sofern der Projektor über eine 16:9
Umschaltung verfügt: Beachten sollte Sie die Darstellung bei Vorträgen
mit Notebook und deren einstellung. In der Regel wird hier eine XGA-Auflösung
benötigt, um die Präsentation in voller Dimension darzustellen.
Kontrastverhältnis:
Ein Meßwert für den Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz
und Weiß. Je größer das Verhältnis, um so heller
und schärfer ist das Bild. Projektoren mit passiv Matrix LCD's haben
ein Kontrastverhältnis von 15 : 1, Aktiv Matrix TFT's ein Verhältnis
bis zu 100 : 1, DLP 175 : 1, Poly-Si LCD 300 : 1 und 35mm Dia-Projektoren
haben ein Kontrastverhältnis über 500 : 1.
Lumen:
Das Maß von Helligkeit einer Licht-Quelle, wird als Messung der Beleuchtungsstärke
von Projektoren verwendet.
Eine Projektionsfläche wird in 9 gleiche Rechtecke geteilt. Die Lichtleistung
(lx) wird im Zentrum eines jeden Feldes gemessen und dann der mathematische
Durchschnitt ermittelt, das Ergebnis wird durch die Projektionsfläche
(qm) geteilt, daraus ergibt sich der Nutzlichtstrom in Lumen (lm).
Eine reine Messung
von Lichtleistung durch einen Lichtmeßgerät wird als LUX bezeichnet.
Lux wird benutzt, um Lumen zu berechnen.1 Lux entspricht 1 Lumen/qm.
Helligkeitswerte:
Kerzenlicht bei
20 cm 10-15 Lux
Kerzenlicht bei 20 cm 10-15 Lux
Straßenlicht 10-20 Lux
Normales Raumlicht 100 Lux
Büro Leuchtstofflampe 300-500 Lux
Halogenlampe 750 Lux
Sonnenlicht 1 Std. vor Aufg. 1000 Lux
Tageslicht bewölkt 5000 Lux
Tageslicht wolkenlos 10,000 Lux
Helles Sonnenlicht > 20,000 Lux
Hinweis:
Ein Leistungsstarker Projektor für grosse Distanz ( Raumabstand ) mit
guter Licht- und Helligkeitswiedergabe benötigt ca. 3500 LUMEN. Dazu
sollte eine Mindestauflösung im XGA-Modus (1024x768) für den Einsatz
im Konferenzraum mit verschiedenen Anschlussmöglichkeiten vorliegen.
Zur
Zeit kennen wir ca.20 Geräte für diesen einsatz mit einer Presispanne
zwischen Fr. 10'000.- und 70'000.-.
Für Ddetails zu diesen Projektoren nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
Lampen:
Halogen Lampe: Produziert
helles, leicht gelbes Licht. Halogen Lampen werden eingesetzt in preisgünstigen
Projektoren, diese Lampen haben ungefähr eine Lebensdauer von 400
Stunden. Verglichen zu einer Metall-Halogenlampe, ist sie nicht so weiß.
Metall Dampf Lampe - Metal Halide Lamp: Produziert äußerst
helles, weiß aussehendes Licht. Diese Lampen haben eine typische
Lebensdauer von 750 Stunden und haben nur noch 50% der Helligkeit einer
neuen Lampe.
Keystoneeffekt:
Der Keystoneeffekt (Trapezverzerrung) kann korrigiert werden durch schrägstellen
der Bildwand oder durch Angleichung des LCD-Projektors an den 90 Gradwinkel
zur Bildwand. Die Keystonekorrektur bewirkt eine gleichmäßige
Schärfe durch neigen der LCD Panel beim LCD-Projektor.
NTSC-Standard:
National Television Systems Committee: Der Fernseher-Standard für
Nordamerika, Japan, und bestimmte Länder in Südamerika. NTSC
arbeitet mit 525 Linien Bildauflösung und einer Bildwiederholrate
von 60 Hz. Bei NTSC spricht man einem von bestimmten Typen von Video-
oder Fernsehsignal.
PAL-Standard:
Phase Alternate Line: Der Fernsehen-Standard für Westeuropa, Asien,
Australien, bestimmte Länder in Afrika. PAL arbeitet mit 625 Linien
Bildauflösung im Zeilensprungverfahren und einer Bildwiederholrate
von 50 Hz .
SECAM-Standard:
SEquential Coleur A Memoire: Der übliche Fernsehstandard für
Frankreich, Osteuropa, Rußland, die ehemaligen sowjetischen Republiken
und einige Länder in Afrika. SECAM hat 625 Linien Auflösung
und eine Bildwiederholrate von 50 Hz.
Wichtiger
Hinweis:
Eine Heimkinoanlage ist nicht so leicht gekauft und installiert wie
ein herkömmliches Fernsehgerät. Sie erfordert eine intensive Einarbeitung
in die Materie, denn schon bei Fehlern im Detail kann das Vergnügen erheblich
eingeschränkt werden. Doch wer einmal in den Genuss des heimischen Großbildes
kommt, der wird es nicht mehr missen wollen.
Wir empfehlen Ihnen, die zahlreichen Angebote zu prüfen und wenn
möglich in einer Livevorführung das Gerät auf Ihre Wunschvorstellung
zu testen. Nicht vergessen sollten Sie die Installation, es ist oft notwedig,
dass Sie einen Elektro-Installateur für eine Wand- oder Deckenmontage
beiziehen.
Bei Projektoren gilt wohl nach wie vor, dass ein billiges Schnäppchen
im nachhinein bitter bereut werden muss.
Auszüge
von : E.Schmitt www.Cine4Home.de
|